Eigentlich sollte diese Folge längst im Kasten sein – war sie auch, nur hat sie niemand gehört, weil Simon irgendwo mit dem Cocktail in der Sonne lag und die Technik streikte. Jetzt also der zweite Anlauf auf die 101, aufgenommen ausgerechnet am 4. Juli, während Stephanus sich per Handy ins Recording kämpft, weil Teams den Aufnahme-Button verschluckt hat.
Bevor’s ernst wird, drehen die beiden erstmal frei: Microsofts Fiskaljahresende und das legendäre US-Retirement (Alter + Firmenzugehörigkeit ≥ 70), sieben Millionen fürs freiwillige Aufhören und Red Bull als heimlicher DFB-Sponsor mit Trinkpausen alle fünf Minuten. Dann Fußball-WM in Nordamerika: Chip im Ball, millimetergenaues Abseits – und trotzdem legt jeder Schiri die Regeln anders aus. Inklusive der unbequemen Frage, warum ein desorientierter Spieler überhaupt weiterspielen darf.
Danach wird’s nachdenklicher: die Dieter-Nuhr-Satire-Debatte, Femizide, Korrelation vs. Kausalität und die Frage, ob Satire wirklich alles darf. Der AfD-Parteitag in Erfurt am 4. Juli bekommt sein Fett weg (100 Jahre nach dem NSDAP-Reichsparteitag in Weimar – nur so als Randnotiz), dazu Krankschreibung ab Tag 1 und ein ausgiebiges WM-Tippspiel samt Kapverden-Torwart, der über Nacht zum Millionen-Follower-Star wurde.
Musik-Herz: Toten Hosen in Düsseldorf, „Queen noch in Originalbesetzung“, Campino bei Hotel Matze und ein Blick auf American Flag Blue – die Farbe, in der Trumps Reflecting Pool leuchten sollte, bevor er algengrün umkippte (nur 14 Millionen, komplett ohne Ausschreibung, versteht sich).
Und dann das eigentliche Highlight: KI. Stephanus schwärmt von Microsoft Scout – dem Autopilot-Agenten auf OpenClaw-Basis, der wirklich klickt statt nur zu erklären, den Browser bedient, Screenshots macht und aus einem einzigen Durchlauf einen wiederverwendbaren Skill lernt. Dazu Copilot-Coins, NPU auf dem Edge, Excel-Pivots aus 60.000 Zeilen und PowerPoints direkt aus dem Copilot-Chat.
Kurz gesagt: Fußball, Firmware und Femizid-Debatten treffen auf einen KI-Agenten, der die Shownotes gleich selbst schreibt – ZUPS #101 ist chaotisch, klug und mittendrin schon ein bisschen Zukunft.

Links auf die Aufzeichnungen:
Bilder der Sendung:

Highlights dieser Episode:
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- Diskussion über Microsoft Retirement-Angebote und Personalveränderungen: Stephanus und Simon besprechen die jüngsten Retirement-Angebote bei Microsoft, insbesondere die Unterschiede zwischen den USA und Deutschland, und reflektieren über die Auswirkungen auf langjährige Mitarbeitende.
- Retirement-Angebote in den USA: Stephanus erklärt, dass Microsoft in den USA ein Retirement-Angebot für Mitarbeitende eingeführt hat, bei dem das Alter und die Konzernzugehörigkeit zusammen mindestens 70 ergeben mussten, um teilnahmeberechtigt zu sein. Das Angebot wurde als attraktiv beschrieben und war auf die USA beschränkt.
- Unterschiede zu Deutschland: Stephanus betont, dass es ein solches Angebot in Deutschland nicht gab und er selbst aufgrund seines Alters und seiner Betriebszugehörigkeit nicht teilnahmeberechtigt gewesen wäre.
- Abfindungsregelungen und Management: Simon und Stephanus diskutieren, dass in den USA Abfindungen und weitere Leistungen wie Krankenversicherung nach dem Ausscheiden anders geregelt sind als in Deutschland und dass auf höheren Managementebenen individuelle Absprachen möglich sind.
- Fußball-Weltmeisterschaft 2026: Schiedsrichterentscheidungen und Spielanalysen: Stephanus und Simon analysieren verschiedene Aspekte der Fußball-WM 2026, darunter Schiedsrichterentscheidungen, Regelinterpretationen, Verletzungen und die Leistung der deutschen Mannschaft.
- Regelauslegung und Schiedsrichter: Simon hebt hervor, dass die Auslegung der Fußballregeln, insbesondere bei Fouls und dem Schutz des Torwarts, während der WM von Spiel zu Spiel unterschiedlich war. Stephanus ergänzt, dass die FIFA die Regelinterpretation für das Turnier angepasst hat, ohne die eigentlichen Regeln zu ändern.
- Kopfverletzungen und Spielunterbrechungen: Stephanus berichtet von einem Vorfall im Spiel Australien gegen Ägypten, bei dem ein Spieler nach einer Kopfverletzung weiterspielen wollte, obwohl er offensichtlich desorientiert war. Er kritisiert, dass die medizinischen Konsequenzen nicht konsequent umgesetzt wurden.
- Leistung der deutschen Mannschaft: Simon und Stephanus diskutieren das frühe Ausscheiden der deutschen Mannschaft und führen dies unter anderem auf die Beendigung der Spritpreisbremse und mangelnden Biss im Vergleich zu Underdog-Teams zurück.
- Technische Neuerungen im Fußball: Simon erwähnt den Einsatz von Chips im Ball zur Überprüfung von Toren und Abseitsentscheidungen und diskutiert mit Stephanus die Auswirkungen auf die Spielauswertung.
- Debatte um Satire, Meinungsfreiheit und den Fall Dieter Nuhr: Simon und Stephanus diskutieren die aktuelle Kontroverse um Dieter Nuhr, Satire über gesellschaftliche Themen wie Femizide und die Grenzen der Meinungsfreiheit in den Medien.
- Inhalt der Satire von Dieter Nuhr: Simon fasst zusammen, dass Dieter Nuhr in seiner Sendung satirisch die Verallgemeinerung kritisiert hat, Männer seien generell eine Gefahr, und dabei auf die geringe statistische Wahrscheinlichkeit von Femiziden im Verhältnis zu allen Beziehungen hingewiesen hat.
- Öffentliche Reaktionen und Medienkritik: Simon erläutert, dass Nuhr für seine Aussagen starke Kritik und den Vorwurf der Täter-Opfer-Umkehr erhalten hat. Die Diskussion wurde durch Medienberichte, insbesondere aus Österreich, weiter angeheizt.
- Grenzen der Satire und Meinungsfreiheit: Simon und Stephanus diskutieren, ob Satire alles darf und ob es Themen gibt, über die nicht gescherzt werden darf. Sie betonen, dass Meinungsfreiheit und Satire wichtige Bestandteile der Demokratie sind und keine Denk- oder Redeverbote entstehen sollten.
- Statistische und gesellschaftliche Einordnung: Stephanus und Simon sprechen über die Problematik von Korrelation und Kausalität in gesellschaftlichen Debatten und warnen vor vorschnellen Verallgemeinerungen, wie sie auch in anderen Kontexten, etwa beim Klimawandel, auftreten.
- Politische Entwicklungen: AfD-Parteitag und gesellschaftliche Implikationen: Stephanus und Simon besprechen den AfD-Parteitag in Erfurt, historische Parallelen, Aussagen von Parteifunktionären und die Einschätzung durch Verfassungsschutzämter.
- Historische Parallelen und Kritik: Stephanus weist auf die historische Nähe des AfD-Parteitags zum NSDAP-Reichsparteitag 1926 in Weimar hin und kritisiert die Wahl des Datums und Ortes als politisches Signal.
- Aussagen von Parteifunktionären: Simon zitiert eine Rede von Björn Höcke, in der dieser ankündigt, im Falle einer Regierungsübernahme der AfD der ‚bunten Gesellschaft den Stecker zu ziehen‘, und diskutiert die gesellschaftlichen Konsequenzen solcher Aussagen.
- Einschätzung durch Verfassungsschutz: Simon berichtet, dass immer mehr Landesämter für Verfassungsschutz die AfD als rechtsextremistisch einstufen oder zumindest eine Beobachtung für notwendig halten, was auch gerichtlich bestätigt wurde.
- Technologische Neuerungen: Microsoft Scout, Copilot und KI-Agenten: Stephanus stellt Simon die neuesten Entwicklungen rund um KI-Agenten wie OpenClaw und Microsoft Scout vor, erläutert deren Funktionsweise und diskutiert die Unterschiede zu bestehenden Lösungen wie Copilot und Cowork.
- Funktion und Einsatz von Scout: Stephanus erklärt, dass Scout ein KI-Agent ist, der Aufgaben auf dem lokalen Rechner automatisiert ausführen kann, ähnlich wie ein Praktikant. Scout basiert auf OpenClaw und kann auf Applikationen und den Browser zugreifen.
- Unterschiede zu Copilot und Cowork: Stephanus erläutert, dass Copilot und Cowork im Gegensatz zu Scout nicht direkt auf lokale Anwendungen oder den Browser zugreifen können, sondern auf Schnittstellen und APIs angewiesen sind.
- Skills und Automatisierung: Stephanus beschreibt, wie er Scout beibringt, wiederkehrende Prozesse als sogenannte Skills zu erlernen und zu automatisieren, etwa das Erstellen von Screenshots und das Sammeln von Daten für Reports.
- Technische Voraussetzungen und Plattformen: Stephanus erklärt, dass OpenClaw plattformübergreifend funktioniert, Scout aber bisher nur auf Windows bekannt ist. Er verweist auf die Integration von NPUs und die geplante Nutzung auf neuen Surface-Geräten.
- Erfahrungen mit Copilot in Office-Anwendungen: Stephanus und Simon berichten von positiven Erfahrungen mit Copilot in Excel und PowerPoint, insbesondere bei der automatischen Erstellung von Pivot-Tabellen und Präsentationen.
- Kunst, Kultur und Abschiedstourneen: Simon und Stephanus sprechen über das Ende von Bandkarrieren, insbesondere der Toten Hosen, und tauschen sich über Konzertbesuche, Playlists und Podcast-Empfehlungen aus.
- Konzertbesuche und Abschiedstourneen: Simon berichtet, dass er eines der letzten Konzerte der Toten Hosen in Düsseldorf besucht und Stephanus äußert sich neidisch. Sie diskutieren die Besonderheiten von Sitz- und Stehplätzen bei Konzerten.
- Playlist und Musiktipps: Beide sprechen über ihre Lieblingslieder der Toten Hosen und ergänzen die Playlist um weitere Songs, darunter ‚Nur nach vorn‘ und ‚Junkies und Scientologen‘.
- Podcast-Empfehlungen: Simon empfiehlt die Podcast-Folge von ‚Hotel Matze‘ mit Campino und Stephanus verweist auf den ZDF-Podcast ‚Trump-Effekt‘ sowie die ARD-Aufbereitung zum Sommermärchen 2006.
- Gesetzliche Änderungen bei Krankschreibungen: Stephanus und Simon diskutieren die geplante gesetzliche Regelung, Krankschreibungen ab dem ersten Tag zu verlangen, und beleuchten mögliche Auswirkungen auf das Verhalten von Arbeitnehmern und Ärzten.
- Vor- und Nachteile der Regelung: Simon und Stephanus diskutieren, dass die neue Regelung dazu führen könnte, dass mehr Menschen mit ansteckenden Krankheiten in Arztpraxen gehen und dass Arbeitnehmer sich dann eher für eine ganze Woche krankschreiben lassen.
- Flexibilität der Arbeitgeber: Simon weist darauf hin, dass Arbeitgeber weiterhin die Freiheit haben, eigene Regelungen zu treffen, und Stephanus erwähnt, dass die Stadt München angekündigt hat, den gesetzlichen Rahmen nicht voll auszuschöpfen.
- Probleme und Anekdoten rund um Technik und Aufnahmen: Stephanus und Simon sprechen über technische Herausforderungen bei der Aufnahme der Episode, darunter Verbindungsprobleme und die Nutzung von Handy und Teams.
- Technische Probleme bei der Aufnahme: Stephanus berichtet, dass er sich mit dem Handy einwählen musste, weil in seiner Teams-Ansicht der Aufnahme-Button fehlte, und beschreibt die daraus resultierenden neuen Erfahrungen.
- Reflexionen über Medien, Social Media und Sommerloch-Themen: Simon und Stephanus reflektieren über die Rolle von Medien und Social Media bei der Aufrechterhaltung von Aufmerksamkeit und die Dynamik von Sommerloch-Themen.
- Medienberichterstattung und Empörung: Simon beschreibt, wie bestimmte Themen in den Medien und sozialen Netzwerken immer wieder aufgegriffen werden, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, und nennt Beispiele wie Christian Ulm und Dieter Nuhr.
Songs
ZUPS #101 Intro
ZUPS #101 Outro
Düsseldorf Punk Anthem Fast German-style punk rock at around 175 bpm, driving downstroke electric guitars, punchy overdriven bass and a tight snappy drum kit, A raw, slightly hoarse male lead voice with big shouted gang-vocal choruses that feel like a crowd singing along in a packed arena, Energetic, rebellious but warm-hearted and fun, with a hint of irony, Production is loud, live and raucous but clean enough to hear every word, Keep the instrumental intro very short, just a quick count-in and a couple of guitar bars before the vocals kick in, Build the bridge with a brief half-time breakdown before exploding back into a double-energy final chorus
[intro band count-in, punk, schnell] Eins, zwei, drei, vier!
[verse 1 raue männliche Stimme] Zweiter Anlauf, hundert-eins, das Handy wählt sich ein, der Button ist verschwunden, doch wir lassen uns nicht zwei’n. Simon liegt in der Sonne, ich schwimm im Fiskaljahr, willkommen, liebe Zuzupps, heut wird’s wieder wunderbar.
[chorus laut, Gang-Vocals] Der Autopilot schreibt mit, wir drehen frei, Chip im Ball, doch keiner ist dabei. Algengrün das Wasser, wo das Blau mal war – mit Sicherheit unterhaltsam, Jahr für Jahr!
[verse 2] Red Bull gibt dem Fußball Flügel, alle fünf Minu-ten, die Schiris legen aus, was sie halt gerne hätten. Satire darf noch alles, oder darf sie’s nicht mehr? Wir reden drüber weiter, auch wenn’s manchmal schwer.
[chorus laut, Gang-Vocals] Der Autopilot schreibt mit, wir drehen frei, Chip im Ball, doch keiner ist dabei. Algengrün das Wasser, wo das Blau mal war – mit Sicherheit unterhaltsam, Jahr für Jahr!
[bridge halbes Tempo, dann Ausbruch] Und dann kommt Scout und klickt sich durch die Welt, kein Erklärbär mehr, er macht, was mir gefällt. KahIh lernt den Skill in einem einz’gen Lauf – verdammt geil, sagt Stephanus, und dreht die Boxen auf.
[final chorus doppelte Energie] Der Autopilot schreibt mit, wir drehen frei, hundert-eins und immer noch nicht scheu. Toten Hosen im Ohr und die Zukunft ist da – mit Sicherheit unterhaltsam, ciao ciao, na klar!
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